Das Thema Wasserschutz wird zu einem zentralen Thema der gesamten Branche. (Foto: chatuporn/stock.adobe.com)
Das Thema Wasserschutz wird zu einem zentralen Thema der gesamten Branche. (Foto: chatuporn/stock.adobe.com)

"Mitgestalten statt hoffen"

Der Klimawandel mit all seinen Auswüchsen setzt dem Planeten und seiner Bevölkerung in immer größerem Maße zu. Einige dieser Bewohner können das Treiben noch in den täglichen Nachrichten verfolgen, andere stecken schon mittendrin.

Einen Vorgeschmack, was der Klimawandel – diesmal in Gestalt von einer Dürrephase mit einhergehender Wasserknappheit – für die Getränkebranche bedeuten könnte, hat jüngst das Starnberger Brauhaus zu spüren bekommen. Und obschon Wasserknappheit derzeit noch kein strukturelles Problem für die Branche ist, sondern allenfalls ein regionales, zeigt sich jene – auch wegen der steigenden Verschmutzung der Ressource – zunehmend besorgt (Seite 6). Der Grund liegt auf der Hand: Es geht um nicht weniger als die existenzielle Grundlage, die auf dem Spiel steht. Ein Plan muss also her. Und zwar einer, der eine generationenfreundliche Nutzung der Ressource Wasser vorsieht und Getränkeherstellern im Notfall den Vorrang einräumt, der ihnen gebührt.

Wie die sich derzeit im Entwurf befindliche Nationale Wasserstrategie des BMUV dazu positioniert, bleibt unklar. Angestrebt wird eine Verabschiedung zum Ende dieses Jahres. Damit soll in den nächsten Jahren eine Vielzahl von Maßnahmen auf den Weg gebracht werden. Statt jetzt nur mit zaghaft erhobenem Zeigefinger auf ihren Stellenwert zu verweisen, gestalten etliche Branchenteilnehmer schon mit – als Gründungsmitglieder des jungen Wasserschutzvereins Right4Water, der durch ausgewogene Informationsvermittlung und Kollaborationsmöglichkeiten für und mit Gesellschaft und Politik den Weg zur Wasserschutzlösung gemeinsam beschreiten möchte. Weiter so!

Cecilia Hohls
[email protected]

GZ 25/22

Themen der Ausgabe

Gastkommentar: Prof. Dr. Franz-Rudolf Esch

Wie Prof. Dr. Franz-Rudolf Esch, Gründer der Unternehmensberatung Esch. The Brand Consultants und ehemaliger Universitätsprofessor sagt, zeigen die diesjährigen Ergebnisse im Getränkebereich ein erwartetes Muster: Handelsmarken gewinnen immer dann, wenn es den Menschen schlecht geht. Gegen eine Verdrängung durch Handelsmarken helfe nur die eigene Markenstärke. Der Anteil an Handelsmarken bei Getränken ist noch gering. Die Gründe dafür nennt Prof. Esch in seinem Gastkommentar.

Titelthema: Starke Marken

Handelsmarken gewinnen in der Krise an Bedeutung. Denn Konsumenten ändern laut aktueller Studien ihr Kaufverhalten bei Lebensmitteln und Gütern des täglichen Bedarfs spürbar und greifen in Zeiten von steigender Inflation häufiger zum günstigen Produkt. Renommierte Marken zeigen jedoch ihre Widerstandskraft, vor allem bei Getränken.

Rückblicke: AfG, Bier & Wein/Schaumwein/Spirituosen

2022 bedeutete einen nahtlosen Übergang von Krise zu Krise. Für die Brauwirtschaft war das Jahr geprägt von Absatzverlusten und schlechten Nachrichten, hielt aber auch die ein oder andere Überraschung parat. Die AfG-Branche blickt auch jenseits der Krisen ebenfalls auf ein bewegtes Jahr zurück. Trotz starker Umsätze litten die Sekt-, Wein und Spirituosenindustrie besonders unter dem Angriffskrieg auf die Ukraine.