Etwa 1.000 neue Trinkwasserbrunnen sollen Städte und Gemeinden installieren. (Foto: Skif/adobe.stock.com)
Etwa 1.000 neue Trinkwasserbrunnen sollen Städte und Gemeinden installieren. (Foto: Skif/adobe.stock.com)

Mehr öffentliche Trinkwasserbrunnen

Die Bundesregierung hat beschlossen, dass Städte und Gemeinden künftig mehr kostenloses Trinkwasser zur Verfügung stellen und an öffentlichen Orten wie Parks oder Fußgängerzonen Trinkwasserbrunnen installieren müssen. Die neue Regelung ziele darauf ab, möglichst allen öffentlichen Zugang zu qualitativ hochwertigem Trinkwasser zu gewähren. Zudem sei leicht verfügbares Trinkwasser ein wichtiger Baustein kommunaler Hitzeaktionspläne. Ziel sei es, hitzebedingte Erkrankungen und Todesfälle durch Prävention zu vermeiden.

„Zugang zu Trinkwasser muss für alle Menschen in Deutschland so einfach wie möglich sein. Die letzten trockenen und heißen Sommer haben uns gezeigt: Andauernde Hitzewellen sind kein seltenes Ereignis mehr in Deutschland. In Zukunft werden Extremwetterereignisse wie Hitzewellen und Trockenperioden häufiger und intensiver sein“, kommentiert Bundesumweltministerin Steffi Lemke.

Dabei hätten die Kommunen weitgehende Flexibilität, was Lage, Zahl und Art der Trinkwasserbrunnen angehe. Derzeit gebe es deutschlandweit bereits schätzungsweise mehr als 1.300 öffentliche Trinkwasserbrunnen. In einem ersten Schritt sollen Städte und Gemeinden nun etwa 1.000 zusätzliche Brunnen aufstellen.

In den meisten Bundesländern bestehe bereits landesrechtliche Vorschriften, die die öffentliche Wasserversorgung als Aufgabe der Daseinsvorsorge den Kommunen zuweisen. Mit der neuen Regelung leiste die Bundesregierung einen wichtigen Beitrag, um Ziel 6 der UN-Ziele für die nachhaltige Entwicklung (SDGs) und die damit verbundene Zielvorgabe, den Zugang zu einwandfreiem Trinkwasser für alle, zu erreichen.

Die Gesetzesnovelle passiert zunächst den Bundesrat, bevor der Bundestag sie verabschieden kann. Das Gesetz tritt am Tag nach der Verkündung in Kraft. Dann müssen Städte und Gemeinden müssen die neue Regelung umsetzen. //chs

GZ 24/22

Themen der Ausgabe

Gastkommentar: Peter Laux

Peter Laux, Managing Director der Messer Industriegase GmbH, erklärt, wie das Unternehmen durch alternative Verfahren unabhängiger von der Düngemittelproduktion werden will. 

Aktuelles Interview: Raymond Sahm

Raymond Sahm, geschäftsführender Gesellschafter von Rastal, sieht sein Unternehmen gestärkt aus der Krise hervorgehen. Dank einer neuen betriebswirtschaftlichen Grundlage und erheblichen Innovationen im digitalen Bereich sieht er Rastal für die Zukunft gut aufgestellt.

Titelthema: Stand CO2-Mangel

Nicht sehr prickelnd: CO2 ist weiterhin ein rares Gut. Einzig eine Erhöhung der Düngemittelproduktion scheint die Lage kitten zu können. Die EU ist dran.