Barbara Metz, Bundesgeschäftsführerin der Deutschen Umwelthilfe, überreicht Hans Baxmeier, Geschäftsführer der Gesellschaft für Mehrweg-Management den Innovationspreis der Stiftung Initiative Mehrweg und der Deutschen Umwelthilfe. (Foto: GeMeMa)
Barbara Metz, Bundesgeschäftsführerin der Deutschen Umwelthilfe, überreicht Hans Baxmeier, Geschäftsführer der Gesellschaft für Mehrweg-Management den Innovationspreis der Stiftung Initiative Mehrweg und der Deutschen Umwelthilfe. (Foto: GeMeMa)

GeMeMa gewinnt doppelt

Die Gesellschaft für Mehrweg-Management (GeMeMa) hat mit der Auricher Süßmost GmbH ihren ersten Gesellschafter aus dem AfG-Bereich gewonnen. Darüber hinaus erhielt der Mehrwegpool den Innovationspreis der Stiftung Initiative Mehrweg (SIM) und der Deutschen Umwelthilfe (DUH).

"Wir freuen uns, mit der Auricher Süssmost GmbH den ersten neuen Gesellschafter im 0,33-Longneck-Pool begrüßen zu können – den ersten mittelständischen Gesellschafter außerhalb der
Bierbranche", sagte Geschäftsführer Hans Baxmeier im Rahmen des Festaktes "25 Jahre Initiative Mehrweg" in Berlin. "Wir würden uns freuen, wenn auch andere Marktakteure im Bier- und Getränkemarkt diesen Zuwachs als Startsignal hören würden – und wir so schnell die Schwungmasse erreichen, die es für eine erfolgreiche Stärkung unseres so wichtigen Mehrwegsystems braucht."

Baxmeier hatte während der Veranstaltung weiteren Anlass zur Freude: So erhielt die Brancheninitiative, die sich den Erhalt und die Stärkung des Mehrwegsystems durch gelenkte Mehrwegpools im Getränkemarkt auf die Fahne geschrieben hat, den Innovationspreis der Stiftung Initiative Mehrweg und der Deutschen Umwelthilfe. Zur Begründung für die Auszeichnung hieß es in der Laudatio: "Gelenkte Standardflaschenpools sind eine intelligente Lösung im Interesse der Getränkeabfüller sowie des Umweltschutzes." Mit der Einführung eines gemanagten Pools für die 0,33-Liter-Longneckflasche wolle die GeMeMa das Mehrwegsystem in Deutschland nachhaltig stärken und vereinfachen, lobten die Laudatoren. Und sie betonen weiter: "Die GeMeMa löst Komplexität durch den Fokus auf die Verwendung von Standardflaschen. Durch die Qualitätssicherung sowie eine faire Kostenverteilung innerhalb der Mehrwegflaschenpools trägt die GeMeMa dazu bei, die Nutzung von Mehrwegpoolflaschen für Wirtschaftsakteure attraktiver zu machen."

Überreicht wurde der Innovationspreis von der Bundesgeschäftsführerin der Deutschen Umwelthilfe, Barbara Metz, an den Geschäftsführer der GeMeMa, Hans Baxmeier. „Auch wenn insbesondere die Brauwirtschaft wegen der aufeinanderfolgenden Krisen gerade in schwierigem Fahrwasser unterwegs ist, lassen wir in unseren Bemühungen nicht nach: Wir arbeiten an weiteren gelenkten Pools – und bereiten deren Start für das kommende Jahr vor“, verspricht der GeMeMa-Chef. Insgesamt wurden in diesem Jahr vier Innovationspreise von der Stiftung Initiative Mehrweg und der Deutschen Umwelthilfe verliehen. //pip

GZ 20/22

Themen der Ausgabe

Gastkommentar: Dr. Matthias Schu

Dr. Matthias Schu ist E-Food-Experte und geht im Gastkommentar dem Thema D2C auf den Grund. Vor allem die digital wendigen Start-ups und junge Unternehmen tun sich leichter, also alteingesessene Marken und Konzerne. Was kann der stationäre Handel von erfolgreichen D2C-Brands lernen?

Titelthema: Direct to Customer

Direct to Consumer ist gegenwärtig der wichtigste Vertriebstrend. Doch nicht nur die Hersteller gewinnen an neuen Erkenntnissen und verbessern ihre Margen. Auch der stationäre Handel  profitiert.

Aktuelles Interview: Claus Hollinger

"Neue Maßstäbe in der Getränkelogistik" will Claus Hollinger, Vorstand der Edeka Südbayern, mit der Ausweitung des Trinkgut-Konzeptes setzen. Den Start der groß angelegten Getränke-Offensive markierte im September der erste südbayerische Trinkgut-Markt in Ingolstadt.