Bis Ende 2023 will Hans-Peter Kastner bundesweit bis zu zehn Filialen eröffnen, die ohne Einweggebinde sortiert sind. (Foto: Fritz Kola)
Bis Ende 2023 will Hans-Peter Kastner bundesweit bis zu zehn Filialen eröffnen, die ohne Einweggebinde sortiert sind. (Foto: Fritz Kola)

Kastner expandiert

Der Stuttgarter  Getränkehändler Hans-Peter Kastner will bis Ende 2023 bundesweit bis zu zehn Getränkemärkte eröffnen, die vom Sortiment her allesamt ohne Einweggebinde geführt werden sollen - mit Ausnahme des Wein- und Spirituosensortimentes.

Weitere Voraussetzung ist, dass jede Filiale innerhalb des Sortimentes nur einen nationalen Getränkeanteil von 10 Prozent haben darf. Wobei der regionale Anteil vor Ort bis zu 70 Prozent betragen soll  und 20 Prozent der Getränke aus dem benachbarten Bundesland stammen sollen. „Wir führen derzeit 70 Prozent der Getränke aus Baden-Württemberg, 20 Prozent kommen aus Bayern und 10 Prozent sind nationale Listungen in unserer Stammfiliale in Stuttgart-Vaihingen“, sagt Kastner. Ziel sei es, alle 6 bis 12 Monate eine weitere Filiale zu eröffnen. Am 1. Juli soll nun die zweite einwegfreie Filiale im Rems-Murr-Kreis mit einer Verkaufsfläche von 450 Quadratmetern starten. Seitdem Kastner im vorigen Jahr in einer spektakulären Aktion in seiner Stammfiliale nur noch auf Mehrweg-Gebinde setzt, hat Kastner mit seiner Öko-Strategie einen Umsatzzuwachs von 28 Prozent erwirtschaftet. Seit Beginn dieses Jahres ist sein Umsatz um 23 Prozent gestiegen, „trotz Corona“. 

Um die Expansion weiter vorantreiben zu können, sucht der umtriebige Getränkehändler nach Vermarktungsplattformen, wie er der GETRÄNKE ZEITUNG in einem Gespräch mitteilte. Ansonsten möchte Kastner eigenen Angaben zufolge weitestgehend unabhängig bleiben, um seine Strategie, Getränkemärkte ohne Einweggebinde auszustatten, umzusetzen. //pip

GZ 24/22

Themen der Ausgabe

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Peter Laux, Managing Director der Messer Industriegase GmbH, erklärt, wie das Unternehmen durch alternative Verfahren unabhängiger von der Düngemittelproduktion werden will. 

Aktuelles Interview: Raymond Sahm

Raymond Sahm, geschäftsführender Gesellschafter von Rastal, sieht sein Unternehmen gestärkt aus der Krise hervorgehen. Dank einer neuen betriebswirtschaftlichen Grundlage und erheblichen Innovationen im digitalen Bereich sieht er Rastal für die Zukunft gut aufgestellt.

Titelthema: Stand CO2-Mangel

Nicht sehr prickelnd: CO2 ist weiterhin ein rares Gut. Einzig eine Erhöhung der Düngemittelproduktion scheint die Lage kitten zu können. Die EU ist dran.