Willst Du Einfluss auf Deine junge Zielgruppe haben, probier's doch mal mit Influencen, um Marken bzw. neue Produkte beliebt zu machen. (Foto: Adobe)
Willst Du Einfluss auf Deine junge Zielgruppe haben, probier's doch mal mit Influencen, um Marken bzw. neue Produkte beliebt zu machen. (Foto: Adobe)

"Vom Nachdenken und Reis essen"

BraTee, Einskommafünfgrad & Benevit: Über Marken von und mit Influencern wird derzeit viel geschrieben und noch mehr diskutiert. Auch wenn diese sich in der Getränkebranche gerade erst beweisen dürfen, verbirgt sich dahinter ein Marketing-Ansatz, der sich bereits mehrfach bewährt hat. So sei anerkennend gesagt: Influencer-Marketing hat es geschafft, Nischenprodukte über eine jüngere und Social-Media-affine Zielgruppe zu pushen und sie dazu noch als Community für sich zu gewinnen, wie es kein anderes Werbemittel derzeit geschafft hätte. Und dies sogar nachhaltig, wenn das entsprechende Community Management stimmt. Chapeau!

Sicherlich: Die Hersteller freut’s, wenn ihre Produkte mit freundlicher Influencer-Unterstützung reichweitenstark, passgenau und kosteneffizent bei der entsprechenden Zielgruppe beworben werden. Händler freut’s, wenn diese Produkte besseren Absatz finden. Und die übrigen Marktteilnehmer üben sich in friedlicher Koexistenz?

Doch gerade weil das alles zu schön, um wahr zu sein, scheint, sei an dieser Stelle an ein koreanisches Sprichwort erinnert: „Wenn du Menschen zum Nachdenken bringst, kannst du heimlich ihren Reis essen.“ Während neue Marken um Eistee, Vitaminwässer & Co. gerade zum Nachdenken anregen, erleben wir an der ein oder anderen Stelle, dass der Handel bei der Distributionspolitik von Creator Brands auch gerne mal selbstbewusst ausgeklammert wird. Der Direktvertrieb vom eigenen Onlineshop in die Hand des Konsumenten umgeht kurzerhand „teure Listungsprobleme“ wie Rabatte oder Werbekostenzuschüsse. Die jungen Brands freut’s – die Marge steigt. D2C könnte der klassischen Branche also durchaus auch gefährlicher werden als bisher angenommen.

Cecilia Hohls
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GZ 10/22

Titelseite Getränke Zeitung Nr. 10/2022 (Foto: Krombacher)

Themen der Ausgabe

GZ-Gespräch mit Krombacher

Uwe Riehs, Geschäftsführer Marketing Krombacher, führt das Unternehmen seit 14 Jahren erfolgreich durch die Zeit. Seine Nachfolge im Juni 2023 sei geregelt, sagt er im GZ-Gespräch.

Gastkommentar von Sven Wedig

Sven Wedig, CEO & Founder der Agentur Vollpension Medien, sagt: "Für Influencer mit einer großen Reichweite und der richtigen Idee für ein kultiges Getränk ist das Glas definitiv nicht nur halbvoll, sondern kurz vorm Überlaufen. Dieses Geschäftsmodell funktioniert einfach, wie beispielsweise die Erfolge von Capital Bra („BraTee“) oder Shirin David („DirTea“) zeigen. Der neuste Trend: Vitaminwasser."

Titelthema: Vitaminwässer

"Mit Einfluss auf Kundenfang": Erneut versuchen verschiedene Hersteller, Vitaminwässer am Markt zu positionieren. Warum es dieses Mal gelingen könnte.