Der Hauptsitz von Rhönsprudel im hessischen Ebersburg-Weyhers im Landkreis Fulda. (Foto: Rhönsprudel Gruppe )
Der Hauptsitz von Rhönsprudel im hessischen Ebersburg-Weyhers im Landkreis Fulda. (Foto: Rhönsprudel Gruppe )

Rhönsprudel Gruppe verkauft

Wie die Eigentümerfamilie Schindel mitteilt, verkauft sie ihre Rhönsprudel Gruppe mit den Mineralbrunnen RhönSprudel (Ebersburg), Bad Liebenwerda und Spreequell (Berlin) sowie dem 50-prozentigen Anteil an der Bauer Fruchtsaft GmbH an die französische Alma Group, einen der führenden Mineralbrunnenbetriebe Europas. Dabei sollen die Produktionsstandorte und die Marken weitergeführt und die insgesamt 621 Arbeitsplätze erhalten bleiben. Die aktuell bestehenden Verträge und getroffenen Vereinbarungen sollen ihre Gültigkeit behalten.

Die Entscheidung, das in vierter Generation geführte Familienunternehmen zu verkaufen, sei den beiden Geschwistern Natalie und Christian Schindel nicht leicht gefallen, sei aber vor dem Hintergrund des schwierigen Marktumfeldes von beiden als beste Zukunftsoption für den Erhalt des Unternehmens gesehen worden. Christian Schindel, bisher geschäftsführender Gesellschafter der RhönSprudel Gruppe, bleibe weiterhin in der operativen Geschäftsführung tätig und werde die Gesamtverantwortung der Roxane GmbH (Alma Group in Deutschland) übernehmen.

„Unsere Unternehmensgruppe hat in den letzten Jahren eine tolle Entwicklung gezeigt und darauf sind wir als Familie sehr stolz. Die RhönSprudel Gruppe gehört heute zu den Top 10 der deutschen Mineralbrunnen und nimmt mit ihren Marken im jeweiligen Vertriebsgebiet eine führende Position ein. Trotz dieser sehr guten Marktstellung versuchen wir, auch aus Verantwortung unseren Mitarbeitern gegenüber, immer die Zukunft des Unternehmens im Blick zu haben. Gerade die aktuellen Entwicklungen des Marktes und der weltpolitischen Lage zeigen, dass regionale und mittelständische Unternehmen es zunehmend schwerer haben, sich zu behaupten“, erklärt Christian Schindel den Verkauf an das französische Großunternehmen mit 45 Produktionsstandorten in Europa. Man sei überzeugt, mit der Alma Group einen starken und verlässlichen Käufer gefunden zu haben, der sowohl den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern als auch den Marken eine verlässliche Zukunftsoption bieten könne. Da die Marke weiter fortbestünden, sei die Veräußerung des Unternehmens kein Abschied, sondern ein zukunftssichernder Schritt und eine Chance, zu wachsen. //chs

 

Zur Alma Group
Die Alma Group ist ein französisches Familienunternehmen in vierter Generation, das an 45 Produktionsstandorten in Europa über 2.100 Mitarbeiter beschäftigt. Insgesamt führt die Alma Group über 30 Marken im Sortiment und ist mit 4,5 Milliarden Abfüllungen Marktführer im französischen Mineralwassersegment. Darüber hinaus ist die Gruppe ein führender Abfüller in Großbritannien und den Benelux-Staaten und verfügt über Produktionsanlagen in den USA.

GZ 15-16/22

Themen der Ausgabe

Gastkommentar: Markus Wolff

Dass Poolgebinde derzeit wieder verstärkt im Fokus stehen, weiß Markus Wolff, Vorstandsvorsitzender der Genossenschaft Deutscher Brunnen (GDB), nur zu gut. Welche relevanten Entwicklungen dafür verantwortlich und wie wichtig Pools für eine nachhaltige Zukunft sind, lesen Sie im Gastkommentar auf Seite 2.

Aktuelles Interview: Rainer Geins

„Gute Wachstumsmöglichkeiten“ sieht Rainer Geins, Geschäftsführer von Getränke Geins, im Interview über die aktuellen Krisen und die Einstellung von David Messineo als Einkaufsleiter & Category Manager Wein, Sekt und Spirituose.

Titelthema: Bierpools

Pools im Wartemodus: Um beide Bierpools, GeMeMa und MPB, ist es ruhig geworden. Hinter den Kulissen wird jedoch kräftig an Kriterien und neuen Mitgliedern gearbeitet.