Im kommenden Jahr will PepsiCo Deutschland als Teil seiner Agenda „Positive Choices“ sein komplettes Getränkeportfolio mit dem Nutri-Score kennzeichnen. (Foto: BillionPhotos.com - Adobe.Stock.com)
Im kommenden Jahr will PepsiCo Deutschland als Teil seiner Agenda „Positive Choices“ sein komplettes Getränkeportfolio mit dem Nutri-Score kennzeichnen. (Foto: BillionPhotos.com - Adobe.Stock.com)

PepsiCo führt ab 2022 Nutri-Score für alle Getränke ein

PepsiCo Deutschland will als erster Lebensmittelkonzern im Snack- und Erfrischungsgetränkebereich hierzulande alle seine Produkte mit dem Nutri-Score kennzeichnen. Die Snacks der Marken Lay’s und Doritos stünden bereits mit der Kennzeichnung im Regal, die Getränkemarken sollen 2022 folgen.  

„Wir wollen den Menschen in Deutschland echte Wahlfreiheit ermöglichen, damit sie sich bewusst und transparent informiert für unsere Produkte entscheiden können“, sagt Torben Nielsen, Geschäftsführer von PepsiCo DACH. „Deshalb unternehmen wir diesen Schritt, mit dem wir Vorreiter in Deutschland sind.“  

Der Nutri-Score gebe Verbraucherinnen und Verbrauchern die Möglichkeit, verschiedene Produkte einer Produktgruppe auf einfache Weise miteinander zu vergleichen. Er sei besonders intuitiv und leicht verständlich. Dies habe auch eine repräsentative Studie des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) in einem Vergleich von insgesamt vier Modellen der erweiterten Nährwertkennzeichnung bestätigt. Der Nutri-Score habe hier den meisten Zuspruch seitens der Konsumentinnen und Konsumenten erhalten. In den kommenden Wochen will PepsiCo mit verschiedenen aufmerksamkeitsstarken Aktionen, auf sein Engagement und die Einführung der neuen Kennzeichnung aufmerksam machen.

50 Prozent weniger Zucker bis 2030

Die Einführung des Nutri-Score sei nun ein weiterer Schritt von PepsiCo, um das Ziel der „Positive Choices“ im Handel zu erreichen, die Verbrauchern die Möglichkeit geben sollen, Entscheidungen zu treffen, die besser für den Planeten und die Menschen seien. Dazu gehöre neben einer Reformulierung der Produkte und der Einbeziehung vielfältigerer Zutaten auch die Reduktion von zugesetztem Zucker sowie von Natrium anhand wissenschaftlich fundierter Zielvorgaben. Anfang Juli hatte PepsiCo bereits angekündigt, den durchschnittlichen Zuckergehalt seines Getränkeangebots bis 2025 um 25 Prozent, bis 2030 um 50 Prozent zu reduzieren, womit sich die Kalorien des deutschen Getränkeportfolios von PepsiCo bis 2030 um 90 Prozent vermindern sollen. Zudem plant das Unternehmen im gleichen Zeitraum eine Erweiterung des Portfolios gesünderer Snacks auf eine Milliarde US-Dollar Umsatz in Europa.

Bis Ende 2021 vollständige Umstellung auf rPET

Bereits vor gut einem Jahr hatte der Konzern ebenso bekanntgegeben, bis Ende 2021 sein gesamtes Getränkeportfolio auf Flaschen aus 100 Prozent rPET umzustellen. Das Unternehmen sei damit Vorreiter auf dem deutschen Markt und setze sich gleichzeitig für eine Stärkung des Recyclings ein.

Das Ziel der „Positive Choices“ sei Teil der pep+-Agenda (PepsiCo Positive) des Unternehmens. Diese diene PepsiCo als Leitlinie bei der Ausrichtung seiner Geschäftstätigkeit hin zu mehr Nachhaltigkeit. Neben den „Positive Choices“ habe PepsiCo mit der „Positive Agriculture“ und der „Positive Value“-Chain daher auch Nachhaltigkeitsziele für die Produktion und Beschaffung der verwendeten Zutaten sowie die gesamte Wertschöpfungskette seiner Produkte festgelegt. //chs

GZ 24/21

Titelseite Getränke Zeitung Nr. 24/2021 (Foto: stock.adobe.com)

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