PepsiCo plant in den kommenden Jahren seinen Umsatz auf eine Milliarde Euro zu verdoppeln. (Foto: PepsiCo)
PepsiCo plant in den kommenden Jahren seinen Umsatz auf eine Milliarde Euro zu verdoppeln. (Foto: PepsiCo)

Neu-Auflage: PepsiCo nimmt Coca-Cola ins Visier

Mit kräftigen Investitionen in die Marke Pepsi Max, neuen Partnerschaften und optimierten Vertriebs- und Logistikstrukturen plant PepsiCo seinen Umsatz in den kommenden Jahren zu verdoppeln.

Insgesamt soll der Umsatz nach Herstellerangaben auf eine Milliarde Euro in der DACH-Region ansteigen. Bereits heute sei Pepsi das am schnellsten wachsende FMCG Unternehmen in Deutschland. „Die Beziehung der Deutschen zu den Produkten der Konkurrenz beruht einzig und allein auf Gewohnheit. Wir bieten mit Pepsi Max hingegen Leidenschaft und großartigen Geschmack. Deswegen ist es Zeit, dass wir den Autopiloten bei der Kaufentscheidung stoppen“, sagt Torben Nielsen, Geschäftsführer von PepsiCo Deutschland, Österreich und der Schweiz (DACH).

Investitionen in zweistelliger Millionenhöhe geplant

Für seinen geplanten Siegeszug will PepsiCo eigenen Angaben zufolge einen zweistelligen Millionenbetrag in seine Kern-Marke Pepsi Max investieren. Es sei die "größte Aktivierung in der Geschichte der Marke in Deutschland", heißt es von Unternehmensseite. Neue moderne Design-Formate sollen die Aufmerksamkeit der Verbraucher sichern. Für den jetzigen Marktführer Coca-Cola hat Nielsen folgende Botschaft: „Deutschland und die anderen Cola-Marken werden sich auseinanderleben. Wir liefern dafür den passenden Abserviervorschlag.“ PepsiCo helfe den Verbrauchern im Rahmen der Kampagne „Deine Ex. Deine Max“, endgültig Schluss mit der Konkurrenz zu machen. „Wir haben uns jetzt optimal aufgestellt – mit einem starken Führungsteam, engagierten Mitarbeitern und neuem Design. Ich bin davon überzeugt, dass wir so eine Chance haben, die ‚Gewohnheitstrinker‘ der anderen Cola-Marken in Deutschland für uns zu begeistern“, sagt Nielsen weiter. Damit startet PepsiCo die erneute und wiederholte Auflage im ewigen Kampf um die Marktführerschaft im Cola-Markt.

"Power of One" Strategie soll in den Vordergrund rücken

Der Angriff soll die "Power of One"-Strategie von PepsiCo in den Vordergrund rücken und einzelne Marken aus dem Snacks (Lay's) und Getränkeportfolio (Mirinda, 7-up, Rockstar) in Angeboten kombinieren. Gleichzeitig möchte das Unternehmen auf neue Geschäftskunden im Away-From-Home Segment setzen, den E-Commerce-Sektor ausbauen und sich weiterhin neue Vertriebswege erschließen, beispielsweise über Drogerie-Handelsketten. Auch kanalübergreifende Innovationen, wie die erst kürzlich auf den Markt gebrachten „Iconic Restaurant Flavors“, die Geschmacksrichtungen von bekannten Schnellrestaurants mit Lay’s Chips kombinieren, sowie disruptive Kommunikationskampagnen sollen künftig das Erscheinungsbild von PepsiCo in Deutschland weiter schärfen. Die gesamte Organisation sei in den vergangenen Monaten auf die Kunden und Konsumenten fokussiert worden. PepsiCo habe nach eigenen Angaben die Zahl der Logistikstandorte konsolidiert, die Investitionen in die IT erhöht und setze auf eine moderne Personalarbeit, beispielsweise durch die Einführung der Mobile Working Policy, durch die Mitarbeitende ihren Arbeitsort deutschlandweit selbst bestimmen dürfen. Durch optimierte Prozesse, beispielsweise bei den Bestellvorgängen, möchte sich das Unternehmen Mittel für zusätzliche Investitionen in Marken und Produkte verschaffen

Gleichzeitig bleibe PepsiCo auch bei der neuen Offensive seinem übergeordneten Ziel „Winning with Purpose“ treu. „Wir wollen langfristig im Markt gewinnen und setzen dafür in all unseren Geschäftsfeldern auf Nachhaltigkeit. Das ist ein wesentlicher Unterschied zwischen uns und unseren Mitbewerbern. Beispielsweise, werden wir bis Ende 2021 als erstes Getränkeunternehmen in Deutschland ausschließlich 100 Prozent recyceltes Plastik (rPet) in den Einweg-Getränkeflaschen unserer CSD-Marken nutzen“, sagt Nielsen. Allein dafür investiere das Unternehmen 7 Millionen Euro. Des Weiteren habe der gesamt CO2-Ausstoß binnen zehn Jahren um 90 Prozent reduziert werden können. //pip

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GZ 13/22

Titelseite Getränke Zeitung Nr. 13/2022 (Foto: Marco Kleebauer)

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