Lemonaid Limette (2.v.l.) hat zu wenig Zucker um Limonade heißen zu dürfen. (Foto: Lemonaid/Johann Cohrs)
Lemonaid Limette (2.v.l.) hat zu wenig Zucker um Limonade heißen zu dürfen. (Foto: Lemonaid/Johann Cohrs)

Lemonaid darf nicht Limonade heißen

Verschiedenen Medienberichten zufolge soll die Hamburger Bio-Limonade Lemonaid in der Sorte Limette nicht mehr Limonade heißen dürfen, da sie zu wenig Zucker enthalte.

Dies habe laut „Süddeutsche.de“ das Hamburger Amt für Verbraucherschutz dem Unternehmen vor einigen Wochen per Post mitgeteilt. Damit Lemonaid Limette weiterhin Limonade heißen darf, müsste dem Getränk entweder Zucker hinzugefügt werden oder sie müsste umbenannt werden.

Für die Gründer des Hamburger Fairtrade-Labels wäre dies ein harter Schlag. Denn die derzeit bedruckten Glasflaschen der Marke dürften so nicht weiterverwendet werden und müssten erneuert werden, da die Bezeichnung Limonade gegen die Bezeichnung Erfrischungsgetränk ausgetauscht werden müsste. Beim Zuckergehalt fehlt den Hamburgern lediglich ein Prozentpunkt. Denn eine Limonade muss nach Angaben des Fachamtes für Verbraucherschutz, Gewerbe und Umwelt mindestens 7 Gewichtsprozent Zucker enthalten, Lemonaid Limette enthält lediglich 6 Prozent.

Die Hersteller setzten nun alles daran, dass Lemonaid Limette, die erste Sorte mit der sie vor zehn Jahren auf den Markt kamen, weiterhin Limonade heißen darf. „Seid so süß und ändert die Richtlinie. Natürliche Lebensmittel mit wenig Zucker sollten nicht bestraft werden – sondern der Normalfall sein“, heißt es auf deren Website.

Lemonaid, die sich selbst auch als „Saftladen“ bezeichnen, hofft nach Angaben der „Süddeutsche.de“ nun auf eine Einigung mit dem Verbraucherschutz. Bis dato hätte jedoch noch kein Ergebnis erzielt werden können.

GZ 01-02/23

Themen der Ausgabe

Gastkommentar: Prof. Dr. Michael Hüther

"Inflation von 7 Prozent": Der Direktor des Instituts der deutschen Wirtschaft prognostiziert, dass die Energiepreise die Inflation in Deutschland nach wie vor treiben und die Inflation auch im Jahr 2023 weiter hoch bleiben wird. Aber es gibt berechtigte Hoffnung laut Hüther: Trotz der erhöhten Preise scheint die Nachfrage nach Lebensmitteln
und Getränken als Grundbedürfnisse relativ stabil zu sein. 

Aktuelles Interview: André Weltz

"Potenzial zum Top-4-Lieferant": Der Vorstandsvorsitzende des Badischen Winzerkellers sieht viele Stärken in der Genossenschaft. Wie der 53-Jährige aber sein Ziel zwischen internem Kostendruck, mangelnder Deckungsbeitragsstärke und hoher
Produktkomplexität trotzdem erreichen will, erklärt er im Gespräch mit der Getränke Zeitung.

GZ-Verkaufshits 2022 - der Getränke-Einzelhandel hat entschieden

Gevotet, gewichtet, gewonnen: Wie in jedem Jahr hat die GETRÄNKE ZEITUNG ihre große Handelsumfrage gestartet, bei der im Jahr 2022 erneut alle Händler vom Einkaufsring der Deutschen Getränkemärkte, von der Gefako/Gedig sowie von Team Beverage die besten Neuheiten und Marken des Jahres anhand ihrer Absatzstatistiken gewählt haben. In Summe beteiligten sich rund 4.500 Getränkefachmärkte an der Erhebung.