Krones zeigt sich zufrieden mit der bisherigen Auftragssituation (Foto: Pixabay)
Krones zeigt sich zufrieden mit der bisherigen Auftragssituation (Foto: Pixabay)

Krones verzeichnet viele Aufträge im ersten Halbjahr

Krones (Hersteller in der Verpackungs- und Abfülltechnik) hat seinen Bericht über das erste Halbjahr 2021 veröffentlicht. Nach einem erfolgreichen Start in das Jahr 2021 entwickelten sich die Geschäfte von April bis Juni weiter dynamisch, heißt es aus dem Unternehmen. Insgesamt würden sich die Märkte von Krones bislang schneller vom Covid-19 bedingten Einbruch erholen als erwartet.

Der Auftragseingang sei im zweiten Quartal 2021 gegenüber dem zweiten Quartal 2020 um 58,3 Prozent auf rund 975,5 Millionen Euro gestiegen. In den ersten sechs Monaten 2021 legte der Wert der Bestellungen im Vergleich zum Vorjahr um 40,3 Prozent auf 2.044,3 Millionen Euro zu, berichtet Krones. Der Auftragseingang überträfe im ersten Halbjahr 2021 in allen Vertriebsregionen von Krones den Vorjahreswert. Zum 30. Juni 2021 habe das Unternehmen Aufträge im Wert von insgesamt 1.535,5 Millionen Euro in den Büchern verzeichnet. Damit sei der Auftragsbestand sowohl gegenüber dem Jahresanfang 2021 (+ 26,8 Prozent) als auch dem Vorjahr (+ 35,5 Prozent) deutlich gestiegen.

Ertragskraft und Free Cashflow verbessert

Trotz steigender Kosten, vor allem für Material und Fracht, habe sich die Ertragskraft von Krones von Januar bis Juni 2021 deutlich verbessert. Hierzu beigetragen hätten vor allem die eingeleiteten und bereits umgesetzten strukturellen Maßnahmen des Unternehmens, heißt es seitens Krones. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen habe sich im ersten Halbjahr im Vergleich zum Vorjahr um 16,2 Prozent von 118,5 Millionen Euro auf 137,7 Millionen Euro erhöht. Die EBITDA-Marge sei auf 8 Prozent (Vorjahr: 7 Prozent) gestiegen. Das EBITDA enthalte einen Covid-19-Bonus für die Mitarbeiter in Höhe von insgesamt rund 5 Millionen Euro, den Krones im zweiten Quartal auszahle. Dennoch sei das EBITDA im zweiten Quartal 2021 mit 61,2 Millionen Euro mehr als doppelt so hoch wie im Vorjahr (29 Millionen Euro) gewesen.

Den Free Cashflow habe Krones in den ersten sechs Monaten 2021 gegenüber dem Vorjahr deutlich um 100,2 Millionen Euro auf 35,4 Millionen Euro (Vorjahr: minus 64,8 Millionen Euro) verbessert. Damit festige das Unternehmen seine starke Finanzposition. Ende Juni 2021 hätte die Nettoliquidität, also die liquiden Mittel abzüglich Bankschulden, bei 203,7 Mio. Euro (Vorjahr: minus 77,9 Millionen Euro) gelegen. Zusätzlich verfüge Krones zum 30. Juni 2021 über nicht genutzte Kreditlinien von rund 1,05 Milliarden Euro. Das durchschnittliche Working Capital der vergangenen vier Quartale in Relation zum Umsatz sei in den ersten sechs Monaten 2021 leicht auf 28,1 Prozent (Vorjahr: 27,6 Prozent) gestiegen.

Krones gibt optimistische Prognose

Das Unternehmen rechne auch für das zweite Halbjahr 2021 mit einer hohen Nachfrage und einer stabilen Auslastung der Produktionskapazitäten. Aufgrund der guten Zahlen für das erste Halbjahr und der positiven Aussichten für das dritte und vierte Quartal 2021 habe Krones bereits mit Vorlage der vorläufigen Zahlen am 23. Juli die Prognose für das Gesamtjahr 2021 erhöht. Der Vorstand erwarte für den Krones Konzern im Gesamtjahr 2021 ein Umsatzwachstum von 7 bis 9 Prozent (bislang: 2,5 bis 3,5 Prozent). Bei der EBITDA-Marge rechne Krones mit einem Wert von 7 bis 8 Prozent (bislang: 6,5 bis 7,5 Prozent). Der Ausblick auf die dritte Zielgröße, dem Working Capital im Verhältnis zum Umsatz, würde unverändert bei 26 bis 27 Prozent bleiben, heißt es aus dem Unternehmen. //lhw  

Schlagworte

Ausgabe 19/21

Titelseite Getränke Zeitung (Stockwerk-Fotodesign - stock.adobe.com)

Themen der Ausgabe

Gastkommentar Tim Wenz und Gastivo

Tim Wenz, Geschäftsführer der gastivo portal GmbH in Bremen, schreibt über die neue, smarte Gastronomie. 

Liköre – Aber bitte mit Sahne

Liköre haben sich in der Krise robust gezeigt und vom Trend zu Home-Mixing profitiert. Vor allem Sahneliköre wachsen.

Dunkel- und Schwarzbiere: Schwarze Seele – helle Freude

Dunkel- und Schwarzbiere haben wegen ihres malzigen Geschmacks einen geringen Marktanteil und viel Potenzial. Vor allem das Alkoholfreie.