Ähnlich kunterbunt wie die Paulaner Spezi: Im Frühjahr 2023 launcht Krombacher unter der Dachmarke eine eigene „Krombacher Spezi“. (Foto: Krombacher Brauerei)
Ähnlich kunterbunt wie die Paulaner Spezi: Im Frühjahr 2023 launcht Krombacher unter der Dachmarke eine eigene „Krombacher Spezi“. (Foto: Krombacher Brauerei)

++Update++ Spezi-Bündnis gegen Paulaner ++Update++

Die Krombacher Brauerei bringt im Frühjahr unter ihrer Dachmarke die Krombacher Spezi auf den Markt und baut so ihr alkoholfreies Portfolio weiter aus. Dafür will der Pils-Marktführer aus dem Siegerland künftig eng mit der Augsburger Brauerei Riegele zusammenarbeiten, die als Lizenzgeber die Rechte an der Marke Spezi hat. Basieren wird der Cola-Orangen-Mix von Krombacher auf der Original-Rezeptur, „verfeinert um eine fruchtig-frische Note“.

Gar nicht schmecken wird diese neue Kooperation der Paulaner Brauerei, die sich zuletzt mit Riegele vor Gericht um die Markenrechte gestritten und sich schließlich durchgesetzt hatte. Der „moderne, lebensfrohe Design-Auftritt“ von Krombacher Spezi erinnert nun mitunter an die Farbgebung des Paulaner-Etiketts. Wie Riegele-Geschäftsführer Sebastian Priller auf Anfrage der GETRÄNKE ZEITUNG mitteilt, werde man Berufung gegen das Urteil der 33. Zivilkammer des Landgerichts München einlegen. "Wir werden noch bis Ende dieses Jahres eine entsprechende Begründung einreichen."

Priller sieht sich durch die Kooperation mit dem deutschen Biermarktführer Krombacher indes gestärkt gegenüber dem Mitbewerber aus München. Dieser macht mit Paulaner Spezi der Brauerei Riegele mit ihrer Original Spezi seit Jahren das Leben schwer im hart umkämpften Spezi-Markt. "Wir hatten schon seit längerer Zeit einen Bündnis-Partner gesucht und ihn mit der Krombacher Brauerei gefunden. Dies ist eine faire Partnerschaft auf Augenhöhe und wird uns im Wettbewerb mit der Paulaner Brauerei auf jeden Fall den Rücken stärken", sagt Priller. Bei der Kooperation handele es sich laut Priller lediglich um eine Nutzung der Namensrechte auf Lizenz-Basis, bei der die Brauerei Riegele den Namen "Spezi" Krombacher zur Verfügung stelle und ebenso den original Grundstoff für den Cola-Orange-Mix liefere. Krombacher gehöre aber nicht dem Spezi-Markenverbund an, der speziell für dieses Getränk gegründet wurde, um die Nachfrage mithilfe anderer Getränkehersteller unter Lizenzauflagen besser bedienen zu können. 

„Wir freuen uns sehr auf die neue Partnerschaft zwischen den beiden extrem beliebten Marken Krombacher und Spezi. Unser neues Krombacher Spezi ist als Cola-Orange Mischgetränk eine ideale Ergänzung unseres Sortiments sowie ein weiterer wichtiger Schritt auf unserem Weg, unser alkoholfreies Portfolio weiter zu stärken“, kommentiert Uwe Riehs, Geschäftsführer Marketing der Krombacher Brauerei.

Der Launch von Krombacher Spezi im Frühjahr 2023 soll von aufmerksamkeitsstarken Aktivierungen und einer zeitgemäßen zielgruppengerechten Ansprache, vor allem im digitalen Umfeld, in den Kernabsatzgebieten von Krombacher begleitet werden. Krombacher Spezi wird sowohl im Handel als auch in der Gastronomie erhältlich sein. //chs

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GZ 24/22

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Raymond Sahm, geschäftsführender Gesellschafter von Rastal, sieht sein Unternehmen gestärkt aus der Krise hervorgehen. Dank einer neuen betriebswirtschaftlichen Grundlage und erheblichen Innovationen im digitalen Bereich sieht er Rastal für die Zukunft gut aufgestellt.

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