Vor 13 Jahren aus dem Regal genommen, tritt die nachhaltige PET-Mehrwegflasche ein Comeback am österreichischen Markt an.(Foto: Benedikt Loebell, Vöslauer)
Vor 13 Jahren aus dem Regal genommen, tritt die nachhaltige PET-Mehrwegflasche ein Comeback am österreichischen Markt an.(Foto: Benedikt Loebell, Vöslauer)

Comeback der PET-Mehrwegflasche in Österreich

Der Startschuss kommt von Vöslauer: Mit der Einweihung der bisher einzigen PET-Mehrweganlage Österreichs und den neuen 1-Liter-PET-Mehrwegflaschen möchte der Mineralwasseranbieter rund 80 Prozent Plastik einsparen.

Ab sofort seien somit die 55 Gramm leichten 1-Liter-Mehrwegflaschen im österreichischen Handel erhältlich, verkündet Vöslauer auf vorgeschalteter Pressekonferenz. Mindestens 12-mal könne die Mehrwegflasche wiederbefüllt werden, womit das Unternehmen pro Getränk umgerechnet rund 80 Prozent Verpackungsmaterial einspare. Die bisherige 1-Liter-PET-Zweiwegflasche mit Pfand werde komplett durch das neue Angebot ersetzt.

Bei der Gebinde-Entwicklung setzte Vöslauer bereits seit Jahren auf Nachhaltigkeit, erklärt Vöslauer-Geschäftsführerin Birgit Aichinger: Nach der Einführung der ersten PET-Zweiweg-Pfandflasche 2003 und der Wiedereinführung der Glas-Mehrwegflasche im Handel 2014, dem Launch der ersten PET-Flasche aus 100 Prozent rePET im Jahr 2018 sowie der Einführung der ersten 0,5-Liter-Glas-Mehrwegflasche 2019 im Handel gehe das Unternehmen nun den nächsten logischen Schritt. In die neue Anlage und die Entwicklung der neuen Gebinde habe Vöslauer sieben Millionen Euro investiert. Vöslauers CO2-Fußabdruck sei somit seit 2005 halbiert worden, betont Herbert Schlossnikl, Geschäftsführer von Vöslauer. Rund 400 Tonnen an Material und 420 Tonnen an CO2 sollen somit eingespart worden sein.

Vorbildlicher Weg

Die Einweihung erfolgte am Vormittag gemeinsam mit Klimaschutzministerin Leonore Gewessler und Greenpeace-Geschäftsführer Alexander Egit, der in Mehrweg einen "echten Gamechanger" sieht. Auch Gewessler betont, dass Vöslauer mit der neuen und wieder eingeführten Mehrwegflasche einen "vorbildlichen Weg" gehe und bereits heute für das notwendige Angebot als Abfüller sorge. Hierbei bezieht sie sich auf das Abfallwirtschaftsgesetz Österreichs, welches ab 2024 ein flächendeckend verbindliches Mehrwegangebot (Mehrwegquote) für Milch, Bier, Limonaden und Wasser in allen Supermärkten vorsieht. Zudem werde ab 2025 ein Pfandsystem für Einweggebinde eingeführt. Eine kleine Rückschau: Die PET-Mehrwegflasche ist an sich keine neue Erfindung, wurde sie doch wegen mangelndem Konsumenteninteresse und fehlender "Verbindlichkeiten" 2013 aus den österreichischen Regalen genommen.

Ein kleiner Ausblick: Zusätzlich zu den Mineralwassersorten prickelnd, mild und ohne werde ab Mai auch erstmals Mineralwasser mit Geschmack, nämlich die beiden Vöslauer Balance Juicy Plus Sorten Rote Früchte + Echinacea und Sonnenfrüchte, im PET-Mehrweggebinde erhältlich sein. //cc
 

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GZ 10/22

Titelseite Getränke Zeitung Nr. 10/2022 (Foto: Krombacher)

Themen der Ausgabe

GZ-Gespräch mit Krombacher

Uwe Riehs, Geschäftsführer Marketing Krombacher, führt das Unternehmen seit 14 Jahren erfolgreich durch die Zeit. Seine Nachfolge im Juni 2023 sei geregelt, sagt er im GZ-Gespräch.

Gastkommentar von Sven Wedig

Sven Wedig, CEO & Founder der Agentur Vollpension Medien, sagt: "Für Influencer mit einer großen Reichweite und der richtigen Idee für ein kultiges Getränk ist das Glas definitiv nicht nur halbvoll, sondern kurz vorm Überlaufen. Dieses Geschäftsmodell funktioniert einfach, wie beispielsweise die Erfolge von Capital Bra („BraTee“) oder Shirin David („DirTea“) zeigen. Der neuste Trend: Vitaminwasser."

Titelthema: Vitaminwässer

"Mit Einfluss auf Kundenfang": Erneut versuchen verschiedene Hersteller, Vitaminwässer am Markt zu positionieren. Warum es dieses Mal gelingen könnte.