Der Filler-Markt wird immer größer und bunter (Foto: weyo/stock.adobe.com)
Der Filler-Markt wird immer größer und bunter (Foto: weyo/stock.adobe.com)

3 aktuelle Filler-Trends

Bar-Filler sind mehr als einfach Limonaden, sondern unersetzbare Werkzeuge an der Bar und essenziell für eine Vielzahl klassischer und moderner Drink-Kreationen. Welche Trends bewegen den Filler-Markt 2022?

Trend 1Vielfalt

Fast alle Marken im Filler-Segment erweitern aktuell ihr Portfolio zugunsten der geschmacklichen Vielfalt. So ist das etwa zu beobachten bei Schweppes, Aqua Monaco, Thomas Henry, Fentimans, Fever Tree und vielen mehr. Schweppes hat in diesem Jahr beispielsweise das „White Peach“ auf den Markt gebracht und damit eine neue Aromenwelt erschlossen. Die Münchener Firma Aqua Monaco brachte mit ihrem „La Toronja“ eine spannende neue Variante der Pink Grapefruit-Limo für Palomas und weitere Drinks auf den Markt. Die Berliner Experten von Thomas Henry verstärken ihren Fokus auf das im vergangenen Jahr gelaunchte Botanical Tonic und zeigen mit der Kampagne „Tonic braucht keinen Gin“, dass es auch abseits vom Wacholder viele Einsatzmöglichkeiten für die Tonic-Vielfalt gibt. Die englische Filler-Marke Fentimans startet in Deutschland mit einem neuen Vertriebspartner und der neuen Tropical Soda durch, die exotische Welten um Rum & Co eröffnen möchte. Fever Tree trumpft mit dem fruchtigen „Wild Berry“ auf und erweitert die Mix-Optionen in diesem zum Aperitif beliebten Feld. Gleichzeitig positionieren sich neue, junge Unternehmen am Markt: Mistelhain etwa bietet seit Kurzem eine Range innovativer Tonic Water, die sich der Destillation für eine maximale Aromaausbeute bedienen.

Eric Bergmann, Jigger & Spoon (Stuttgart), über das perfekte Tonic Water, den Filler-Brand-Call und den derzeitigen Flavour-Trend.

Trend 2Neue Gebinde

Viele Marken haben den Grundstein für größere Gebinde abseits der klassischen 0,2 l-Flaschen bereits vor einigen Jahren gelegt, doch der Heim-Cocktail-Trend während der vergangenen Corona-Jahre hat hier für zusätzlichen Schwung gesorgt. Besonders der Einzug der nachhaltigen Mehrweg-Glasflasche – je nach Anbieter in den Größen von 0,5 l oder 0,75 l – lässt sich beobachten. Und die Gastronomie nimmt die neuen Möglichkeiten dankend an. Einerseits besteht bei größeren Gebinden natürlich ein Preisvorteil im Einkauf, andererseits lassen sich Arbeitsabläufe – besonders in High Volume-Konzepten oder Restaurants und Bars mit großer Terrassenfläche – mit größeren Füllmengen effizienter gestalten. Während früher mit PET-Großflaschen allen voran der Endverbraucher angesprochen werden sollte, steht mit der Mehrweg-Variante explizit die Gastronomie im Fokus der Unternehmen. Die Kleinflaschen für den Perfect Serve verschwinden dadurch nicht – im Gegenteil eröffnen sich vielmehr individuelle Optionen je nach Getränkeangebot.

Ob im Gin, Wermut, Portwein oder neuerdings im Espresso, nichts geht mehr ohne Tonic Water. Aber wo liegt eigentlich der Ursprung dieses Hype-Getränks? Und was macht seinen unverwechselbaren Charakter aus?

Trend 3Internationalisierung

Der Filler-Markt wird internationaler, und selbst vor wenigen Jahren noch unbekannte Brands aus vermeintlich fernen Ländern können durch ausgebaute Vertriebswege in Deutschland erworben werden. Das bei Barkeepern beliebte griechische Premium Filler-Unternehmen Three Cents ist kürzlich eine Kooperation mit Coca Cola eingegangen, deren Auswirkungen auf den Vertrieb hierzulande noch unklar sind. Bisher führt die griechische Marke in Deutschland ein Nischendasein – nicht nur, aber auch wegen der fehlenden Anbindung an das Mehrweg- und Pfand-System. Das Interesse des globalen Multis zeigt, wie wichtig der Fillermarkt auch für die Großen der AFG-Branche geworden ist. Bei anderen internationalen Marken wie Fentimans, die zwar schon länger auf dem deutschen Markt aktiv sind, tut sich ebenfalls einiges. Mit Columbus Drinks hat die Brand einen aktiven neuen Vertriebspartner gewonnen und die mit hohem Wiedererkennungswert ausgestatteten Individualflaschen werden nach und nach auf das nationale Mehrwegsystem umgestellt, was die Marke für die Gastronomie attraktiver macht.

fizzz 10/2022

Themen der Ausgabe

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Spezialitätenkaffee trifft American Bakery – mit den Konzepten „Codos Coffee“ und „Black Apron“ hat Özlem Sögüt neue Akzente im Coffeebar-Bereich gesetzt. Wohin führt der weitere Weg?

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Die Sieger, die Gäste, die Emotionen – wir lassen in einer großen Strecke die fizzz Awards 2022 noch einmal Revue passieren.

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