Der Umsatz im Einzelhandel insgesamt stagniert seit Jahresbeginn. (Foto: Martin Debus - Adobe.Stock.com)
Der Umsatz im Einzelhandel insgesamt stagniert seit Jahresbeginn. (Foto: Martin Debus - Adobe.Stock.com)

LEH: Umsatz bleibt unter Vorjahresniveau

Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) nach vorläufigen Ergebnissen meldet, habe der Einzelhandel mit Lebensmitteln im März 2022 im Vergleich zum Vormonat zwar einen realen (preisbereinigten) Umsatzanstieg von 2,9 Prozent verzeichnen können, dieser sei im Vergleich zum März 2021 jedoch um -5,4 Prozent niedriger. Die erhöhte Nachfrage nach einzelnen Gütern im Zuge von Vorratskäufen im Zusammenhang mit dem Ukraine-Krieg habe zwar einzelne Warengruppen wie Mehl und Speiseöl besonders stark betroffen, jedoch keine deutlichen Auswirkungen auf die gesamte Umsatzentwicklung der Branche genommen.

Insgesamt hätten die Einzelhandelsunternehmen in Deutschland im März 2022 kalender- und saisonbereinigt real 0,1 Prozent weniger und nominal (nicht preisbereinigt) 2,1 Prozent mehr umgesetzt als im Februar 2022. Der reale Umsatz im Einzelhandel stagniere somit seit Jahresbeginn, da der Rückgang im März den Anstieg im Februar 2022 (+0,1 Prozent zum Januar 2022) ausgeglichen habe. Im Vergleich zum Vorjahresmonat habe der Einzelhandel im März 2022 ein reales Umsatzminus von 2,7 Prozent und einen nominalen Zuwachs von 3,1 Prozent zu verzeichnen. Die Differenz zwischen den nominalen und realen Ergebnissen spiegelten die hohen Preissteigerungen im Einzelhandel wider.

Der Einzelhandel mit Nicht-Lebensmitteln habe im Gegenzug im März 2022 gegenüber dem Vormonat einen realen Umsatzrückgang von 2,6 Prozent zu verzeichnen. Vor allem der Handel mit Textilien, Bekleidung, Schuhen und Lederwaren habe hier ein deutliches Minus von 8,4 Prozent hinnehmen müssen, der Umsatz liege damit aber noch immer 39,0 Prozent über dem Ergebnis des Vorjahresmonats, als wegen der Corona-Pandemie strengere Zugangsbeschränkungen zu Einzelhandelsgeschäften galten. Im Zuge der enormen Steigerungen der Kraftstoffpreise hätten die Tankstellen (Einzelhandel mit Motorenkraftstoffen) im Vergleich zum Vormonat einen realen Umsatzrückgang von 11,5 Prozent zu verzeichnen.

Der Internet- und Versandhandel habe im März 2022 gegenüber dem Vormonat ein Umsatzminus von 7,7 Prozent verbucht und ebenso im Vergleich zum Vorjahresmonat deutlich an Umsatz eingebüßt (-16,9 Prozent). //chs

GZ 10/22

Titelseite Getränke Zeitung Nr. 10/2022 (Foto: Krombacher)

Themen der Ausgabe

GZ-Gespräch mit Krombacher

Uwe Riehs, Geschäftsführer Marketing Krombacher, führt das Unternehmen seit 14 Jahren erfolgreich durch die Zeit. Seine Nachfolge im Juni 2023 sei geregelt, sagt er im GZ-Gespräch.

Gastkommentar von Sven Wedig

Sven Wedig, CEO & Founder der Agentur Vollpension Medien, sagt: "Für Influencer mit einer großen Reichweite und der richtigen Idee für ein kultiges Getränk ist das Glas definitiv nicht nur halbvoll, sondern kurz vorm Überlaufen. Dieses Geschäftsmodell funktioniert einfach, wie beispielsweise die Erfolge von Capital Bra („BraTee“) oder Shirin David („DirTea“) zeigen. Der neuste Trend: Vitaminwasser."

Titelthema: Vitaminwässer

"Mit Einfluss auf Kundenfang": Erneut versuchen verschiedene Hersteller, Vitaminwässer am Markt zu positionieren. Warum es dieses Mal gelingen könnte.