Die GEVA ist Dank der strategischen Beteiligung von Food and Beverages Services vergleichsweise gut durch die Pandemie gekommen. (Logo: GEVA)
Die GEVA ist Dank der strategischen Beteiligung von Food and Beverages Services vergleichsweise gut durch die Pandemie gekommen. (Logo: GEVA)

GEVA meistert Krise

Insgesamt gesehen hat sich das GEVA Team in Frechen mitsamt ihren nun 116 Gesellschaftern nach eigenen Angaben in der Pandemie als stabile, krisenresistente Einheit erwiesen. Darüber hinaus nutzte die Verbundgruppe das Pandemiejahr zur strategischen Neuausrichtung.

In dem für viele Unternehmen der Branche wohl herausforderndsten Geschäftsjahr seit ihrem Bestehen sah sich aber auch die GEVA über alle Vertriebskanäle hinweg mit den Auswirkungen der Corona-Krise konfrontiert. Während der Start in das Jahr 2020 in den beiden strategischen Geschäftsfeldern Zentralregulierung (ZR) und Gastro-Streckenbelieferung (GEVA Gastro) noch sehr erfolgreich verlaufen sei, hätten laut GEVA beide Bereiche zwangsläufig ab Mitte März 2020 unter den Lockdown-Auswirkungen der Pandemie gelitten. Die damit einhergehenden Einnahmeausfälle im gastronomischen Sektor seien dabei in der ZR zumindest teilweise durch Umsatzsteigerungen aufgefangen worden, welche die angeschlossenen Gesellschafter in den 2020 prosperierenden Vertriebskanälen des Handels (Lebensmitteleinzelhandel und Getränkefachmärkte) erzielten. Eine vollständige Kompensation sei hierdurch jedoch nicht möglich gewesen, da die Umsatzeinbrüche der Gastro-orientierten GEVA-Gesellschafter im Allgemeinen und die der Vertriebssparte GEVA Gastro im Besonderen vor allem in den beiden Lockdown-Perioden im Frühjahr sowie am Ende des Jahres zu schwerwiegend ausgefallen seien. Auch die Sommermonate hätten nur eine leichte Erholung mit sich gebracht. Dass die GEVA-Bonusliste letztendlich dann aber auch im Pandemiejahr 2020 zu 100 Prozent erfüllt worden sei, liege zum einen an rechtzeitig eingeleiteten Einsparmaßnahmen der Geschäftsführung z. B. in Form von Kurzarbeit der Belegschaft und Gehaltsverzicht des Managements sowie zum anderen an dem vorausschauenden internen GEVA Regelwerk, das für solche Krisenzeiten angemessene Rücklagenbildungen vorsehe, heißt es von Unternehmensseite.

Food and Beverage Services Partnerschaft zahlt sich aus

Angesichts dieser schwierigen Rahmenbedingungen habe sich laut GEVA die in 2019 getroffene, strategische Grundsatzentscheidung für den Einstieg des neuen Mehrheitsgesellschafters F&B - Food and Beverage Services GmbH (FBS) als goldrichtig erwiesen. „Das Timing war im Nachhinein betrachtet perfekt, schließlich kann man Krisen in einer starken Gemeinschaft in der Regel besser meistern als dies einem Einzelkämpfer möglich ist. Dabei wurde die Pandemiezeit gezielt dazu genutzt, um die noch junge Zusammenarbeit innerhalb der FBS-Gruppe mit den Kolleginnen und Kollegen des Schwesterunternehmens Team Beverage und der Muttergesellschaft Transgourmet zu intensivieren“, erläutert Andreas Vogel, Sprecher der GEVA Geschäftsführung.

Gemeinsam habe man neue Dienstleistungsangebote erarbeitet, so dass inzwischen beispielsweise erstmals in der Branche eine kombinierte Zentralregulierung/Zentralfaktura für interessierte Industriepartner und Getränkefachgroßhändler offeriert werden kann – ein Angebot, welches bereits erfolgreich nachgefragt werde, wie  die Getränkewirtschaftsdienstleister bekundet. Zudem habe man erste gemeinsame Kundenprojekte rund um das Gastronomie-Onlineportal Gastivo gestartet, die digitale 360 Grad-Einkaufsplattform für Getränke, Food- und Nonfood-Artikel, die zudem als Quelle für Inspiration (z. B. Trends, Marketing-Ideen und Produkt-Innovationen) sowie für Lösungen in Bezug auf eine größere wirtschaftliche Stabilität (u.a. Kassensysteme, Versicherungen, Fortbildung) stehe.

Als weiteres konkretes Ergebnis der strategischen Neuausrichtung kann die GEVA für das angelaufene Geschäftsjahr die Aufnahme von gleich vier Gesellschaftern vermelden:

  • Kampmann & Co. GmbH, Essen
  • Getränke Tadsen GmbH, Oster-Ohrstedt
  • Getränke Doeden, Wuppertal und
  • der Nordmann Unternehmensgruppe

Mit den Unternehmen habe die GEVA nach eigenen Aussagen ihr bundesweit engmaschiges GFGH-Netzwerk um starke und in ihrer jeweiligen Region überaus erfolgreich agierende Getränkefachgroßhändler nicht nur quantitativ, sondern vor allem auch qualitativ ausweiten können. Dabei hätten alle vier Unternehmen  laut GEVA unisono geäußert, dass vor allem die Möglichkeiten, sich an der insolvenzgeschützten Zentralregulierung mit dem GEVA-Treuhandkontenmodell teilzunehmen sowie sich aktiv am GEVA Gastro-Streckengeschäft beteiligen zu können, zu den wichtigsten Beweggründen für den Eintritt in die GEVA zählten. „Wir sind sehr glücklich, Teil einer weiteren starken Verbundgesellschaft zu sein, die sich innovativ für die Zukunft aufgestellt hat“, erklärt Robin Bartling, Geschäftsführer Kampmann & Co. GmbH, Essen.

Blick in die Zukunft

Die Verantwortlichen der GEVA sehen die eigene Verbundgruppe vor dem Hintergrund der mittlerweile deutlich an Fahrt aufgenommenen Impfkampagne und dem begonnenen Restart der Gastronomie in Deutschland für die Zukunft nun gut aufgestellt und verbinden damit die Hoffnung, dass die Unternehmung bei allen relevanten Kennziffern schon bald wieder das Vorkrisen-Niveau erreichen werde. Insgesamt gesehen habe sich das GEVA-Team in Frechen mitsamt ihren nun 116 Gesellschaftern in der Pandemie als stabile, krisenresistente Einheit erwiesen. „Das Gesamtunternehmen war, ist und bleibt ein finanziell stabiler, starker und zukunftsorientierter Partner für Gesellschafter, Industriepartner und Kunden“, resümiert Andreas Vogel. //pip

Ausgabe 15/2021

Titelseite Getränke Zeitung Nr. 15/2021 (Foto: nikiteev - stock.adobe.com)

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